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Beim Kauf eines Laufbands ist die Steigung oft eine Zahl, die die Entscheidung schwierig macht.
Ein Modell bietet maximal 3 %, ein anderes 6 %, und ein drittes erreicht 12 %.
Wenn der Preisunterschied gering ist, denkst du vielleicht:
„Wenn ich ohnehin eines kaufe, warum dann nicht gleich das mit 12 %?“
Schließlich wirkt die größere Zahl so, als wären damit auch mehr Trainingsmöglichkeiten verbunden.
Doch sobald das Laufband bei dir zu Hause steht, ist eine höhere maximale Steigung nicht automatisch besser.
Wenn du jeden Tag einfach 30 Minuten ohne Steigung gehst, wirst du die 12 % möglicherweise kaum nutzen. Möchtest du dagegen über die Steigung die Trainingsbelastung verändern und innerhalb einer Einheit unterschiedlich gehen, wird ein größerer Steigungsbereich interessant.
Vergleiche deshalb nicht sofort, welche Zahl am größten ist.
Schau dir zuerst an, wie sich das Gehen mit 3 %, 6 % und 12 % Steigung unterscheidet.
1. Dieselben 30 Minuten Gehen fühlen sich bei 3 %, 6 % und 12 % unterschiedlich an
Stell dir vor, du hältst die Geschwindigkeit bei etwa 4,8 km/h und veränderst die Laufbandsteigung von 0 % auf 3 %, 6 % und 12 %.
Auf den ersten Blick ändert sich nur eine Zahl. Tatsächlich gehst du aber bereits unter anderen Bedingungen.
Für einen Erwachsenen mit etwa 68 kg Körpergewicht, der 30 Minuten mit etwa 4,8 km/h geht, ergeben sich nach einer gängigen sportphysiologischen Stoffwechselformel folgende Schätzwerte:
| Steigung | Geschätzter Kalorienverbrauch in 30 Minuten* | Art des Gehens |
|---|---|---|
| 0 % | ca. 118 kcal | Gehen ohne Steigung |
| 3 % | ca. 162 kcal | Gehen mit leichter Steigung |
| 6 % | ca. 206 kcal | Deutlich spürbares Bergaufgehen |
| 12 % | ca. 295 kcal | Gehen mit hoher Steigung |
*Die Zahlen veranschaulichen theoretische Unterschiede bei gleichem Körpergewicht, gleicher Geschwindigkeit und gleicher Dauer. Der tatsächliche Kalorienverbrauch hängt unter anderem von der Bewegungseffizienz und davon ab, ob du dich an den Handläufen festhältst.
Warum verändert sich der geschätzte Kalorienverbrauch, obwohl die Geschwindigkeit gleich bleibt?
Weil du bei höherer Steigung trotz gleicher Geschwindigkeit von etwa 4,8 km/h unter anderen Bedingungen gehst. Auch Studien zeigen, dass bei gleichbleibender Gehgeschwindigkeit mit zunehmender Laufbandsteigung der Sauerstoffverbrauch und die körperlichen Anforderungen steigen.
Das ist einer der Vorteile von Gehen mit Steigung.
Wenn dir Gehen ohne Steigung bei etwa 4,8 km/h bereits vertraut ist, bleibt dir nicht nur die Möglichkeit, weiter zu beschleunigen.
Auch bei ähnlichem Tempo kannst du dein Training verändern, indem du die Steigung anpasst.

2. Maximal 12 % Steigung bedeutet nicht, dass du ständig mit 12 % gehen musst
Wenn du „12 % Steigung“ liest, klingt das vielleicht weit entfernt von deinem alltäglichen Gehtraining.
Ein Laufband mit maximal 12 % Steigung kaufst du aber nicht, um bei jeder Einheit mit 12 % zu gehen.
Der eigentliche Vorteil: Zwischen der ebenen Einstellung und 12 % stehen dir mehr nutzbare Steigungsbereiche zur Verfügung.
Eine 30-minütige Einheit mit Gehen mit Steigung lässt sich zum Beispiel in vier Abschnitte aufteilen:
| Zeit | Geschwindigkeit | Steigung | So gehst du |
|---|---|---|---|
| 0–5 Min. | ca. 4,0–4,5 km/h | 0–2 % | Locker gehen und aufwärmen |
| 5–15 Min. | ca. 4,5–4,8 km/h | 3–6 % | Gleichmäßig mit Steigung gehen |
| 15–20 Min. | ca. 3,7–4,2 km/h | 8–12 % | Tempo reduzieren und eine höhere Steigung ausprobieren |
| 20–30 Min. | ca. 3,7–4,2 km/h | 0–2 % | Wieder locker gehen und das Training allmählich ausklingen lassen |
So wird die Bedeutung der 12 % verständlicher: Du musst nicht die gesamte Einheit bei maximaler Steigung absolvieren. Du bekommst lediglich einen zusätzlichen Bereich, den du nutzen kannst.
Bei höherer Steigung musst du auch nicht weiterhin etwa 4,8 km/h gehen. Das Tempo zu senken und die Steigung zu erhöhen, ist eine weitere Möglichkeit, die Trainingsbedingungen zu verändern.
Liegt das Maximum bei 3 %, beschränkt sich die Abwechslung hauptsächlich auf niedrige Steigungsbereiche.
Bei 6 % wird die Variation beim Gehen mit Steigung deutlicher.
12 % erweitern diesen Bereich nochmals. So kannst du vom gewöhnlichen Gehen schrittweise zum Gehen mit höherer Steigung übergehen, statt die Belastung jedes Mal nur über das Tempo zu steigern.
Natürlich musst du dich nicht zu 12 % zwingen, nur weil das Gerät diese Einstellung bietet.
Die maximale Steigung soll dir eine Wahl geben. Sie verlangt nicht, dass du sie bei jeder Einheit vollständig ausnutzt.
3. Manuell oder automatisch? Die Steigungsverstellung beeinflusst dein Training direkt
Bei einem Training mit wechselnder Steigung gehst du zunächst ohne Steigung, wechselst auf 3–6 %, danach in einen höheren Bereich und am Ende wieder zurück.
Dabei wird eine Frage wichtig, die beim Kauf leicht übersehen wird:
Wie lässt sich die Steigung einstellen?
Wenn du vor jeder Einheit eine Steigung festlegst und sie danach kaum noch veränderst, kann eine manuelle Steigungsverstellung für diese Nutzung ausreichen.
Möchtest du die Steigung dagegen während einer Geheinheit mehrmals verändern, wie im Beispiel oben, ist eine automatische Steigungsverstellung deutlich praktischer.
Das DeerRun Z10 Pro bietet beispielsweise eine automatische Steigung bis 12 %.
Dabei kommt es nicht nur auf das „Maximum von 12 %“ an.
Während des Trainings kannst du ohne Steigung beginnen und anschließend in einen mittleren Bereich wechseln. Möchtest du das Gehen mit Steigung deutlicher spüren, erhöhst du sie weiter. Danach senkst du sie wieder ab.
Du musst nicht die gesamte Einheit bei derselben Steigung bleiben und auch nicht wiederholt anhalten, um das Gerät umzustellen.
Wenn du Laufbänder mit Steigung vergleichst, schau deshalb über den Höchstwert hinaus:
Ist die Einstellung einfach genug, wenn du die Steigung verändern möchtest?
Denn der Steigungsbereich bestimmt, wie viele Möglichkeiten du hast. Die Art der Verstellung bestimmt, ob diese Möglichkeiten tatsächlich Teil deines Trainings werden.

4. Wenn du 12 % kaufst, aber kaum nutzt, bringt auch die höhere Steigung wenig
Vor dem Kauf hast du vielleicht sorgfältig 3 %, 6 % und 12 % verglichen.
Als das Gerät angekommen ist, wolltest du die Einstellungen auch ausprobieren:
Heute mit 3 % gehen, morgen 6 % testen und beim nächsten Mal schauen, wie sich 12 % anfühlen.
Nach einiger Zeit weißt du beim Einschalten des Laufbands aber immer noch nicht, wie du die heutige Einheit gestalten sollst.
Am Ende landest du wieder bei:
Derselben Geschwindigkeit, derselben Steigung und denselben 30 Minuten.
Dem Gerät fehlen nicht die Funktionen. Mit mehr Auswahl musst du auch wissen, wie du sie nutzen kannst.
Hier können sich das Z10 Pro und PitPat AI Coach ergänzen.
Das Z10 Pro bietet eine automatische Steigung bis 12 % und Geschwindigkeiten bis 12 km/h. Damit können sowohl Tempo als auch Steigung zu Trainingsvariablen werden. PitPat AI Coach verbindet Training, Inhalte und Daten miteinander. Trainingsfeedback und fortlaufende Anpassungen helfen dabei, dass die nächste Einheit nicht einfach eine Kopie der letzten wird.
Du kaufst damit nicht nur eine „12 %“-Angabe im Datenblatt.
Du bekommst Trainingsmöglichkeiten, die sich tatsächlich nutzen lassen.
Das Laufband gibt dir mehr Auswahl. AI Coach hilft dabei, diese Auswahl in dein tägliches Training einzubinden.
Bewerte ein Laufband nicht allein nach seiner maximalen Steigung
3 %, 6 % und 12 % unterscheiden sich selbstverständlich.
Bei gleicher Geschwindigkeit und Dauer verändert die Steigung die Anforderungen beim Gehen und den geschätzten Kalorienverbrauch. Ein größerer Steigungsbereich bietet dir außerdem mehr Möglichkeiten, eine Einheit zu verändern.
Das bedeutet aber nicht:
12 % sind automatisch die bessere Kaufentscheidung als 6 %.
Wenn du zu Hause dauerhaft nur ohne Steigung gehst, sind die 12 % vielleicht lediglich eine eindrucksvolle Zahl im Datenblatt.
Möchtest du dein Training dagegen durch Gehen mit Steigung variieren und zwischen einer ebenen Einstellung, mittlerer und höherer Steigung wechseln, können ein größerer Bereich und eine automatische Steigungsverstellung ihren Nutzen entfalten.
Wenn du das nächste Mal „12 % automatische Steigung“ liest, frage deshalb nicht nur:
„Ist das mehr als 6 %?“
Frage auch:
„Wie werde ich das nutzen?“
Denn die maximale Steigung zeigt lediglich, was das Gerät leisten kann.
Ob sich der Kauf lohnt, hängt davon ab, ob du diese Steigungsbereiche tatsächlich in dein Training einbauen kannst.
Bereit, Steigung wirklich zu nutzen?
Kaufe nicht nur die größere Zahl. Wähle ein Laufband, das mehr Abwechslung in dein Training bringt.
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